Jetzt und hier statt morgen und dort

„Meine Seele, warum bist du so unruhig in mir?“ Diese Worte aus dem Psalm 42 sprechen vielleicht dem Einen oder der Anderen aus dem Herzen: Immer auf dem Absprung, ständig unter Strom, schon in Gedanken beim nächsten Termin, …

In der Bergpredigt setzt Jesus diesem Getriebensein, das Viele besonders aus der Berufswelt kennen, die Empfehlung für ein Leben im Hier und Jetzt entgegen: „Sorgt euch nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.“ (Mt 6,34)

Wenn ich mal wieder den Blick für den Moment aus den Augen verloren habe, dann holt mich das Lied „Des Glügg“ (hochdeutsch: Das Glück) des fränkischen Liedermachers und evangelischen Pfarrers Wolfgang Buck wieder in die Gegenwart zurück. Vielleicht auch Sie? Das Lied gibt es auch im Internet zu hören und zu sehen unter www.youtube.com/watch?v=V-fE0xwcsr8

Hier ein Textauszug:

Und wenn das Glück dich streift dann spürst du’s nicht.

Und wenn die Musik flüstert hörst du’s nicht

weil du horchst immer nach vorn

und du meinst dein Glück kommt morgen.

Und wenn der Wind dich streift merkst du’s nicht.

Und wenn die Wiese duftet riechst du’s nicht

weil du suchst dein Leben weit fort,

nicht da und heute sondern morgen und dort.

Doch was heute morgen ist, ist morgen heute.

Und wenn du wo anders bist, bist du auch wieder irgendwo.

Und wenn der Tag sich schön macht siehst du’s nicht.

Und wenn deine Kinder lachen dann freust du dich nicht

weil du schaust immer nach vorn

und du meinst dein Glück kommt morgen.

 

Ihr Diakon Andreas Thalhofer

 

 

 

 

 

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