Das Sakrament der Ehe

 

Ja zueinander sagen, ein Ja zu einem gemeinsamen Leben, ein Ja zu der gegenseitigen Liebe, ein Ja vor Gottes Angesicht; das wollen zwei Menschen, Mann und Frau, wenn sie die Ehe in der Kirche schließen. Mann und Frau sind von der Schöpfung her aufeinander verwiesen, die Ehe von Gott gewollt.

Durch die Liebe, die ja Gott selbst ist, sind sie einander verbunden. Diese Liebe verlangt nach Ausdruck in Worten, Gesten, Lust und Leidenschaft; im Wunsch, gemeinsam etwas zu schaffen, Kinder zu bekommen. Ein schöner und wichtiger Auftrag, der bereits im Alten Testament grundgelegt ist: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert die Erde!“ (Gen 1, 28).

Die Ehe ist Abbild des Bundes zwischen Christus und der Kirche. Mann und Frau geben sich einander hin, sorgen füreinander und nehmen einander so an, wie sie sind. Durch das gegenseitige Jawort, ihre Liebe und Treue treten sie in die unauflösbare Gemeinschaft. Ihren Bund heiligt und stärkt der Herr durch seine Gnade. Wir nennen den Bund christlicher Eheleute das Sakrament der Ehe.

Die äußeren Zeichen des Sakramentes sind das hörbare Ja, das Versprechen, das Anstecken der Ringe, die Umwicklung der ineinander gelegten Hände der Brautleute mit der priesterlichen Stola als Bestätigung des Bundes. Zu diesen sichtbaren Zeichen der Feier gehören jedoch die Zeichen, die erst in der Ehe sichtbar werden. Das heißt: das wirkliche Eheleben.

Indem ein Paar Gott an der Beziehung teilhaben lässt, hofft es, dass er sie segnet und beschützt und in schwierigen Zeiten aber begleitet. In einer Beziehung dürfen Fehler gemacht werden, keiner ist vollkommen, dann soll sich das Paar auch wieder versöhnen und einander vergeben.

Die Ehe wird als Sakrament erfahrbar, wenn beide Partner Gott in ihr gemeinsames Leben einbeziehen und so zum Ausdruck bringen, dass ihre Liebe sein Geschenk ist, und sie darauf vertrauen, dass er sie begleitet.

 

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